Esslinger Zeitung 04.09.2010: Abstimmungen unter falschen Vorraussetzungen

04. September 2010  Leserbriefe
Bild parkschuetzer.de
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Leserbrief Thomas Mitsch, Wernau

Markus Bleistein schreibt u.a. “…Aber die Gegner hätten in den 15 Jahren Planungszeit Gelegenheit gehabt, Parteien an die Macht zu bringen, die das Projekt auf parlamentarischem Wege hätten vereiteln können”. Ich glaube, wenn den Abgeordneten von Parlamenten, ob Bund, Land oder Kommune, das schweizer Gutachten, das Gutachten des Bundesumweltamtes und das von der Frankfurter Rundschau erwähnte Geheimgutachten, die alle negativ für S21 ausfielen, vorgelegen hätten, wäre die Abstimmung mit Sicherheit anders verlaufen. Das nur noch mit Ausnahmegenehmigungen gebaut werden kann und ein integraler Taktverkehr nicht mehr möglich sein wird, war mit Sicherheit vor 15 Jahren auch nicht bekannt. Das nun auch Otto Frei, Miterfinder von Stuttgart 21 und heute dessen Gegner, vor Überschwemmungen am unterirdischen Bahnhof warnt läßt wenig hoffen, das Stuttgart 21 aus den Schlagzeilen verschwindet. Im Gegenteil, mit dem gestrigen Start des Abrisses des Nordflügels werden sich die Verantwortlichen in der Wahlnacht zur Landtagswahl 2011 verwundert die Augen reiben und fragen: “Was ist bloß schief gelaufen?”.


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